baby-blaue-seiten.de – June 2015

Alfie Ryner spielten zum Abschluss des (leider sehr spärlich besuchten) Freakshow Festivals im Juni 2015, wo sie als „special guest“ auftraten. Grund für diese Kategorisierung war, dass das Festival eigentlich unter dem Motto „shut up and play your guitar“ deutsche Instrumentalbands mit Fokussierung auf die Gitarre präsentierte – Alfie Ryner kommen aus Frankreich, sind nicht instrumental und keine Gitarrenband.

Allein der Soundcheck reichte mir (und manch anderem Besucher) dazu, die zum günstigen Preis angebotenen drei Alben der Band schon vor dem eigentlichen Konzert einzusacken. Und das war kein Fehler! Aber zunächst zum Allgemeinen: die Band wurde 2006 von Studenten einer Musikschule im südfranzösischen Toulouse gegründet, wobei zumindest der Sänger (oder besser: Textvortrager) wohl spanische Wurzeln hat, und veröffentlichte 2010 ihr Debüt Memorial I. Das vorliegende Brain Surgery ist das dritte Album der Band. Eingespielt wurde es (wie auch die beiden anderen Alben) in der ungewöhnlichen Besetzung Gitarre, Kontrabass, Saxophon, Posaune und Schlagzeug.

Ob der Titel eine Anspielung auf ELP ist? Musikalisch haben sie mit selbigen jedenfalls nichts gemein. Die Band selbst bezeichnet ihre Musik als „Jazz Trash“, das trifft es ganz gut. Harter, dreckiger Jazzrock mit deutlich avantgardistischem Einschlag, so könnte man auch sagen. Harte Riffs der Gitarre, dazu kräftiges, schrilles Getröte von Posaune und Saxophon. Oft kommen punkige und noisige Elemente dazu, der Posaunist bedient auch mal elektronische Klangerzeuger. Überwiegend ist die Musik instrumental, aber hin und wieder deklamiert Saxophonist Paco Serrano Pozo gesprochene Texte, die er dann geradezu ins Mikro bellt. Dabei wechselt er gerne zwischen Französisch und Spanisch, auch englische Satzfetzen kommen vor.

Trotz aller wilden, avant-jazzigen Ausbrüche ist die Musik des Quintetts nicht ganz so abgefahren wie bei manch anderen Vertretern des Genres, eine gewisse melodische Struktur bleibt doch immer erhalten (was harte Melodic-Freaks möglicherweise anders sehen werden). Auch gibt es immer wieder sehr ruhige Stellen, in denen etwa der Kontrabass einsam vor sich hin knarzt oder die Gitarre ein paar spärliche Akkorde spielt – manchmal etwas zu lange. Aber man kann sicher sein, dass früher oder später der nächste wilde Ausbruch kommt.

So richtig neu ist diese Musik zwar nicht, gerade auf den Freakshow Festivals konnte man schon einige vergleichbare Bands erleben, aber zumindest die charakteristischen Textdeklamationen verleihen ihr eine eigene Note. Und Spaß macht mir solcher Jazzcore sowieso immer wieder.

http://www.babyblaue-seiten.de/index.php?albumId=15095&content=review

deepground.de – June 2015

Jazzige Exkursionen rund um den oberen Teil des Kopfes sowie ein Faible für abstrakte Kunst. Das Quintett aus Frankreich bietet mit ihrer Musik irgendwie beides. Wie man es von diversen Free Jazzern kennt, sind auch Alfie Ryner mit „Brain Surgery“ wieder mit Saxophon und verqueren Rhythmen auf der Jagd nach einem avantgardistischen Sound, der die Hirnwindungen durchknetet. Dabei scheut die Band zudem nicht vor dem einen oder anderen improvisierten Stück zurück.

Dennoch gilt es auf „Brain Surgery“ zu differenzieren, ob die Franzosen ihre Songs wie eine Kreissäge durch die Ohren schieben oder einen gemächlicheren Weg einschlagen. Die Intentionen dieser beiden Seiten bringen Alfie Ryner jedoch gut zum Ausdruck. In beiden Fällen drückt das Saxophon wie eine Quietscheente seine Töne raus. Dem Hörer wird hierbei eine abwechslungsreiche Mischung aus einem Durcheinander und echt groovigen Stücken geboten. Sogar gleich zu Beginn mit „Raging Chicken“.

Der Sound geht sofort direkt ins Ohr. Die Blechblasinstrumente geben episch Gas, mit Klängen, die auch gut in eine Ska-Band passen würden, während sie von smoothen Drums in ihre Schranken gewiesen werden. Gegen Ende des Tracks wird es sogar noch mal eine Spur atmosphärischer.

Doch dann schaltet man erst mal wieder um. Etwas, was „Brain Surgery“ ausmacht und ihm seinen Namen verleiht. Mit „Douanier“ fährt die Band einen durchaus industriellen Sound auf, mit einer Menge metallischer Percussion. Diesmal spielen die Saiteninstrumente die Hauptrolle, während immer wieder Geräusche wie eine Trillerpfeife hineingeworfen werden.

Alfie Ryner bahnen sich den Weg durch ihren eigenen verschachtelten Sound, indem sie zwar auf ihre gegebenen Mittel zurückgreifen, die Instrumente aber immer wieder neu arrangieren. Titeltrack „Brain Surgery“ sticht mit einer Menge hektischem Free Jazz hervor, welcher zum Großteil sehr improvisiert wirkt. „Hypnose“ wird dann mit ruhigerem Charakter und den psychedelischen Gitarren seinem Namen mehr als recht. Dabei darf es auf diesem Silberling auch durchaus etwas härter zugehen.

Allerdings ist es so, dass sich die Band innerhalb ihrer Titel oft wiederholt; sei es nun mit den kreischenden Gitarren oder den Rhythmen, die für manche Parts oft als Füller dienen. Dennoch kann man nicht leugnen, dass der Ideenreichtum der Band durchaus den einen oder anderen Moment erzeugt, der in Erinnerung bleibt.

Es spielt auch bei „Brain Surgery“ wieder eine Menge kreative Freiheit eine Rolle. Wer also nicht unbedingt auf ein abgefahrenes Durcheinander steht, bei dem die Struktur nicht immer sofort klar erkennbar ist, sollte sich dem Material zunächst vorsichtig annähern. Alfie Ryner geben einem als Hörer dennoch die Chance, in ihren Wahn mit einzusteigen, indem sie ihn mit catchigen Klängen buchstäblich einfangen. So bietet dieses Album dazu noch genügend Abwechslung und man kommt dem Ganzen deutlich leichter hinterher. Die Band mag es abstrakt klingen lassen, dies täuscht aber nicht über die Tatsache hinweg, dass sie auch auf musikalische Zugänglichkeit Wert legen.

http://www.deepground.de/music-review/alfie-ryner-brain-surgery/

fons-immortalis.com – June 2015

Der Name ALFIE RYNER ist etwas irreführend, handelt sich doch hierbei um keinen Solisten sondern um eine komplette Band, bestehend aus fünf Musikern, die sich 2006 in der Musikschule ‚Music Halle‘ in Toulouse gründete. Alfie Ryner ist eine fiktive Person, er ist ein ominöser Trompeter um den sich viele Mythen ranken und über den man nichts Genaues weiß. Es werden viele Legenden über ihn erzählt und darum dreht es sich bei der Band. Das ist ein interessanter und unterhaltsamer Ansatz um eine Band zu gründen, finde ich. Bei der Band ALFIE RYNER ist aber nicht nur das gedankliche Konstrukt unterhaltsam, auch die musikalische Darbietung hat einigen Unterhaltungswert.

Auf ihrem neuen Album „Brain Surgery“ gibt es sehr viel zu hören und zu entdecken. Der rote Faden der sich durch die sechs Stücke zieht ist zwar der Jazz, doch belässt man es nicht dabei, einfach nur Jazz zu spielen und zu zeigen was man alles Tolles an Kontrabass, Saxophon, Gitarre und Posaune kann. „Brain Surgery“ ist vielmehr eine Verdichtung progressiver und experimenteller Ansätze, die rockige Parts ebenso beinhaltet wie Ausflüge ins Reich der Big Bands oder freie, lärmende Improvisation.

Was mich als erstes begeisterte war die unerwartet homogene harmonische Ausrichtung. ALFIE RYNER achteten darauf, das Album mit vielen schönen und sonoren Harmonien anzureichern. Auf dem Album sind viele leise, ja regelrecht dezent und zurückhaltend arrangierte Melodien zu hören, die als starker Kontrast zu den lauten Jazz-Ausbrüchen fungieren. „Brain Surgery“ ist ein Album das sowohl direkt und laut als auch sanft und leise ist. Dabei kann der Fokus sowohl auf dem Jazz als auch auf dem Rock liegen. Zwischendurch gibt es auch experimentelle und trommellastige Parts mit Sprechgesang, der punktuell leicht in Richtung Scat geht.

„Brain Surgery“ ist eine Scheibe die einfach Spaß macht. Einerseits gibt es sehr spezielle Arrangements, die durchaus fordernd und progressiv sind, doch andererseits begeistern ALFIE RYNER immer wieder mit tollen mitreißenden Melodien und lebendigen Rhythmen, bei denen man nicht still sitzen bleiben kann. Dem Album obliegt ein ganz besonderer, leichter und angenehmer Charakter. Daran vermögen auch die ‚anstrengenden‘ und komplexen Parts nichts zu verändern.

„Brain Surgery“ ist sowohl offen und gediegen mit sanften Strukturen als auch wild, verführerisch und frech. Für mich ist es ein überraschendes und tolles Album mit dem ich noch viel Freude haben werde. Ich hoffe, ich bin damit nicht alleine!

http://fons-immortalis.com/alfie-ryner-brain-surgery/

music-scan.de – June 2015

Der Besuch des facebook-Profils von ALFIE RYNER fördert zutage, dass hier ein Quintett antritt, das sein Schaffen als „Jazz Trash“ einordnet. Bei „Brain Surgery“ scheint es sich um den dritten Longplayer der Band aus Toulouse zu handeln, die Instrumenten-seitig mit Saxophon, Posaune, Schlagzeug, Kontrabass und Gitarre bestückt ist. Gekoppelt mit einer experimentierfreudigen Grundhaltung und der konsequenten Missachtung von Konventionen entsteht ein forderndes, unbequemes Werk. Die Musik der Franzosen besitzt einen gewissen Happening-Charakter. Dieser Eindruck wird durch die zumeist gesprochenen Vocals befördert. Doch auch sonst scheint bei ALFIE RYNER vieles vom Moment inspiriert und bewusst avantgardistisch angehaucht zu sein. Der Jazz-Background äußert sich im Improvisations-Stil, den das Quintett pflegt. Gleichfalls dürften die Beteiligten mit Noise und Punk Rock aufgewachsen zu sein, denn Einschläge aus diesen Richtungen sind auf dem Album ebenfalls auszumachen. Die Eruptionen bzw. Vorstöße der Gruppe können demnach auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen, was die Unberechenbarkeit von „Brain Surgery“ steigert. Aufgrund der ungewöhnlichen Instrumentierung, der kreativen Kompromisslosigkeit und den eigenwillig dargebotenen Vocals fallen ALFIE RYNER auf und hinterlassen Eindruck. Konzerte sind in ihrem Fall wohl aber zunächst die bessere Wahl. Erst, wenn man die Franzosen kennen gelernt hat, sollte man zu ihren Alben greifen.

http://www.music-scan.de/Templates/reviews_team.php?id=21144

pitfire.net – July 2015

Geile Genre-Bezeichnungen Teil 27: „Trash Jazz“. So nennen die irren Franzosen von Alfie Ryner ihren Radau. Und welche treffende Beschreibung ist das denn bitte? „Party Punk Noise Jazz“ wäre dann doch zu sperrig geworden.

Das Quartett spielt mit Gitarre, Kontrabass, Schlagzeug und Posaune / Saxophon. Und damit wird wirklich die ganze Bandbreite der Gefühlswelt abgedeckt: von der ruhigen und jazzigen Melancholie, über den Musikschul-Irrsinn voller irren Rhytmen (Mathcore goes Jazz) bis zu Fast-Gipsy-Party-Teilen, bei denen die ganze Kellerparty ausrastet. Tönt anstrengend? Ist es manchmal auch, aber die sechs Songs schaffen es, trotzdem wie aus einem Guss zu klingen, inklusive komischen Samples und französischem Gesang. Trotz all den schrägen Geräuschen erhebt sich manchmal sogar eine erhabene Schönheit aus dem kreativen Chaos.

Man muss sich das erarbeiten, aber es wird sich auch lohnen: diese ausgesprochen emotionale – manchmal schöne, manchmal wilde – Fahrt hat Tempo, Witz und Grips in sich. Für Jazz-Punks und alle, die es werden wollen. Rotwein und Zigaretten oder doch lieber überschäumendes Dosenbier?

http://pitfire.net/content.php?ac=cdreviews&id=4128

darkentries.be – August 2015

Met een hoes die refereert aan Basquiat heb je ondergetekende meteen te pakken. De vraag die zich dan spontaan stelt is of Alfie Ryner de kinderlijke doch licht getormenteerde gekte van de kunstenaar kan evenaren. Het antwoord is ja.

Middel van expressie: Jazz. Maar we weten intussen dat dit genre net zo goed kan vertaald worden als avantgarde. We zetten even de plaatjes op een rijtje.

Raging Chicken bijt de spits af met een Velvetundergroundiaanse interpretatie van donkere jazz. Of zijn het toch de Yarbirds. Een saxofoonnoot per maat om uiteindelijk te ontaarden in een freejazzspektakel waarin de drum de blazers in toom tracht te houden. Soundscapegewijs stappen we dan Douanier binnen. Een steeds bozere Franse stem en op de achtergrond –letterlijk- ketelmuziek die steeds intenser wordt met als apotheose metalgitaren en sambafluitjes. Vreemd maar efficiënt. Brain Surgery is één van de toegankelijkere nummers, maar ook één van onze persoonlijke favorieten. De funky doch gebroken drum dwingt elke spier in je lichaam om positie te kiezen. Enkele malen dreigt het nummer te verzanden in chaos – tot een sludgemetalstuk toe maar net dan krijgen we een ingetogen minimalistisch bas- met trombonestukje. Net als we dachten innerlijke rust gevonden te hebben, slaat de chaos echter weer toe. Geen voer voor hartpatiënten.

Hypnose dan. Dit nummer kan teren op een zekere dubby kwaliteit en doet ons anderzijds ook een beetje denken aan Ween. In vergelijking met de rest van de cd is dit nummer ronduit salonfähig. De bas en de drum blijven lekker doorgaan waardoor de gitaarsolo lekker veel ruimte krijgt. No hay mas is een ware uitdaging voor onze hersenen met een begin dat je ritmegevoel op een compleet verkeerd spoor zet. Altijd leuk, zulke truukjes! Het nummer bevat een tweede deel dat we onder vrij klassieke postrock zouden plaatsen, maar dan alweer met die boze Fransman op de voorgrond. Niet de beste plaat op de cd. Erg interessant is dan weer afsluiter Gradation dankzijn zijn gespeel met samples en ritmewisselingen.

Persoonlijk vond ik dit een erg goede cd en de vergelijking met Basquiat was inderdaad zo gek nog niet. Maar let op, dit is wel degelijk jazzy avantgarde. Ik vrees dat de meeste lezers van dit magazine geen boodschap hebben aan deze muziek.

http://www.darkentries.be/nl/cd-s/alfie-ryner-brain-surgery/

emergingindiebands.com – May 2015

You may well be as surprised as I am that something with the title ‘jazz’ features. Think more of a brandy and Gauloises perfumed cellar as Alfie Ryner take the audience on a whimsical journey of discovery. The quintet utilise all the elements contained therein to allow the audience to drift into flights of transcendental meditation as the music wends its way around the room.

Although the constructs are of experimental nature, there is equally sufficient flow of refrains to allow the listener to not be thrown into a state of confusion, rather Alfie Ryner gather up the mind and take it on a cosseted voyage of discovery. The counter-plays between the instrumentation which are each deployed on various tracks to different emphasis, afford the quintet the opportunity to travel considerable distances, but there is always a balancing continuum which threads through the lengthy tracks, that can extend towards the eight minute mark.

Well worth setting aside the time to explore as Alfie Ryner add much to the world of music.

http://emergingindiebands.com/alfie-ryner/

Terapija.net – August 2015

Najintrigantniji press-info kojeg sam u posljednje doba imao prilike pročitati govori da je stanoviti Alfie Ryner trubač koji nikad nije zapuhao u trubu i nitko nije siguran da li dolazi iz Bronxa ili Saigona. On je prvi jazz trubač koji nije odsvirao niti jednu jazz notu. Neki tvrde da je rođen u Berlinu nakon 2. Svjetskog rata, drugi da je izašao iz pećine u Sacromontu. Može ga se pronaći u jazzu, rocku, world-musicu, pa i na prostranstvima mongolskih stepa i pustinja, po rumunjskim zatvorima s kineskim švercerima, a čak i u krevetu ruske carice. Postoje sumnje oko njegove boje kože, rase, porijekla, nitko nije siguran koji mu je materinji jezik, koji uopće govori ili što uopće preferira.

Stekao bi se dojam da je Alfie Ryner neki svojeglavi umjetnik, možda neka protuha, neki čudak, odnosno neka stanovita, precizirano točno osoba. Ali ne. Alfie Ryner su ustvari francuski sekstet kojeg čine Loris Pertoldi (bubnjevi), Guillaume Gendre (kontrabas), Paco Serrano (saksofon), Guillaume Pique (trombon), Gérald Gimenez (gitara) i Arthur Ower (vokal). A gdje je trubač? Nema ga… Inače, osnovani su 2006. u Toulouseu, prilično vremena su eksperimentirali kao instrumentalni jazz-rock/punk peterac povremeno uključujući elektroniku i klavijature sve dok im se nije priključio i vokalist, te su odsvirali brojne koncerte ne samo po Francuskoj, već i diljem Europe namaknuvši iznimno pohvalna, ali i sasvim oprečna mišljenja. « Brain Surgery » im je treći službeni album objavljen koncem 2014. (imaju još i dva ranija demo materijala) i ako ga je uopće igdje moguće uvrstiti u neki fah, to samo može biti fusion free-jazz/rock. I to prilično neuobičajen.

Jer, ono što je sasvim očito, jeste da iskustvo ovih muzičara proizlazi iz rocka i punka onoliko isto kao što je to bilo primjerice i kod nekih vrlo sličnih bendova prošlosti – Lounge Lizards, Miladojke Youneed, Zu ili Gutbucket (pa i Tuxedomoon) gdje je unatoč rock postulatima osnovicu igrao jazz. Međutim, ovi Francuzi se ne oslanjaju na tradiciju 70-ih ili 80-ih, već metodički razrađuju koheziju s math-rock/jazz fragmentima vrlo blisko zagrebačkim Franz Kafka Ensemble, odnosno ovdje i gitara igra vrlo važnu ulogu osim brass sekcije. Prve 2-3 kompozicije « Raging chicken », rasplesana « Douanier » i funkirana « Brain surgery » udaraju u glavu gitarskim math-rock frazama na rubovima noise-rocka, a vokalist na francuskom gotovo punkerski izvikuje i recitira vrlo kratke dramatične noir fikcije. Ova potonja je prva kompozicija koja u središnjici ima neočekivani, vrlo turoban i lagan letargični dio za trombon i kontrabas, a kako i ne bi nakon operacije mozga u kojoj je izbačeno oštećeno tkivo, odnosno, metaforički rečeno, ono suvišno što se mnogima u ljudskoj glavi ne dopada. Posebno je zanimljiv instrumental « Hypnose » u kojoj bend dolazi do blues-doom formata ispreplitanjem psihodelije anestetika nakon operacije (vrlo dobra gitarska solaža), a glavna kompozicija « No hay mas » eruptira u bliskom scenariju Alexa iz « A Clockwork Orange » napetom neurotičnošću gorke turbulencije, mada se mora primijetiti i previše suhoparno posložen aranžman.

Također se mora i spomenuti svojevrsna demokracija muzičara gdje kroz aranžmane ne postoje nikakva nadmetanja: svatko od ove šestorke ima svoje ‘solo’ dionice i ne ulazi u neke tuđe. To doduše kroz album stvara svojevrsnu šupljinu (bubnjar ipak dobiva najveći dio), ali s one početne 2-3 stvari i daleko ‘mekšim’ na kraju, osobito s finalem « Gradation » može se steći sasvim ugodan progressive užitak između balansiranja jazza i rocka. Ipak, oni koji traže virtuozne improvizacije i sviračke bravure ovdje ih neće naći. Ovo je samo jako dobro promišljeno komponirana i uvježbana ‘alternativna pop’ glazba sa stilom i skladom, te vrlo intrigantnom fabulom, no ipak je teško reći da je ovaj bend dosegao svoj fokus. Još uvijek se razvijaju, imaju solidne ritmičke performanse (pogotovo plesne i rockerske), te jedan od najzanimljivijih press-info materijala s kojim mogu svakog glazbenog istraživača opčiniti poput nekog novog viđenja na art.

http://terapija.net/mjuzik.asp?ID=22260

notedmusic.co.uk – 2015

Risk breeds the fluttering heart and tightening chest, and whether we face it boldly or meekly, by choice or on impulse, it’s the allure of the unknown that instils affirmation of life within us. Alfie Ryner’s Brain Surgery is uncharted territory, an untarnished mountain-top lake with unobserved ecosystems. I play the role of frightened discoverer, taken by the upheaval that loads every glance, rooted by curiosity. This music, loosely formed but with the stinging impact of a slap, playfully defies what you’ve come to expect from this medium, yet it takes its sincerest form: freedom.
One of the inherent merits of freedom is unpredictability, a tool at the French quintet’s constant disposal. Even in cases like opener ‘Raging Chicken’, where the build is so thin that a bombastic drop is the reeking expectation, the eventual leap into aural fireworks arrives at such a pace and with such a unique palette that it’ll upend you every time. The mounting chatter and sax, the shackles round their ankles, beg for it, and that pivotal moment arrives not with a sense of physical release but an emotional one. The calamitous horns actively avoid forming a melody, they abandon the very notion, instead hooking and reeling by force.
Having crossed that initial frontier, the barrier of language poses the next hurdle. As a very limited French speaker, the only quote I’m really able to extract is “du Velcro, du… string!” – it’s surely nothing without its context, but it’s spat so forcefully and breathlessly that profoundness is all but assured. Brain Surgery is rife with that transcendent urgency, so much so that it’s easy to end up caught in the middle of a dust-cloud stampede, carried by the desperate horde but oblivious as to what you’re running from. Even in its shallowest moments, the din reduced to whispers and the throb of a lost bass guitar, there’s an inescapable tension that snags you like a door handle does the belt loop of your jeans.
All of the local anaesthetic-induced colours converge and reach saturation point prior to the out-of-body grand finale. ‘No Hay Mas’ and ‘Gradation’ deliver a formidable jab and cross of pupil-dilating, caustic majesty – starting with distorted guitar grunts and cat-wails, the former gives way to a hissed diatribe that swells like an impending building-high wave, the energy of guitar tremolo coursing throughout it. The latter follows up with an innocuous lounge band stroll that buckles underneath a wayward saxophone strayed from the course. It leads the charge until the raucous ensemble surges into a rapture of Also sprach Zarathustra proportions, but rather than the aligned celestial bodies, it ascends over my own open, spilling skull. Unwittingly, I permitted Alfie Ryner to perform a lobotomy – whatever they scraped away, I’m sure I didn’t need it.

Ashley Collins
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Interview audio chez CANAL SUD / mai 2014

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Chronique album “II”

Il serait malvenu de tenter de mettre le quintette toulousain dans des cases trop étroites pour lui. Si on a bien affaire à du jazz ici, on est bien loin des sonorités proprettes que l’on prête souvent injustement à ce style si riche. Alfie Ryner brouille les pistes tout le long des sept titres de cet album, naviguant entre l’énergie du rock, la sueur cradingue du punk et les bizarreries délicieuses de l’expérimentation. Les instrumentations en dents de scie sont assurées par une ribambelle de musiciens tous aussi expérimentés les uns que les autres : Guillaume Pique au trombone, Gérald Gimenez à la guitare, Loris Pertoldi à la batterie, Guillaume Gendre à la basse et Paco Serrano au saxophone. Ce dernier enfile également pour l’occasion le costume de chanteur, scandant à qui veut l’entendre des textes délirants avec un accent à couper au couteau. Le résultat est tantôt aérien, tantôt rentre-dedans, si bien que chacun y trouvera largement son compte.

LONGUEUR D’ONDES / Yves Tradoff

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On serait tenté de dire que non, on ne tentera pas d’expliquer en quelques lignes qui est Alfie Ryner et encore moins ce qu’il fait (font ?). On ne demandera rien à ce quintet abrasif toulousain, qui lâche son second missile le 6 décembre. Après Mémorial 1, attention, voici II. Cela voudrait dire, commencer par les apprivoiser, tenter de les caser là, dans le jazz, ici dans le rock mais quand même les faire déborder dans la désinvolture punk, en espérant être a peu exhaustifs.

On ne leur demanderait rien, tant cette musique est sensuelle et sensitive, à ressentir par les poils, à écouter par le nez et les yeux.

Alfie Ryner, c’est une galaxie de cinq musiciens et il paraît qu’en plus ce sont cinq réponses différentes à une question, c’est dire.

Cinq parcours en virages nourris de multiples influences et à l’arrivée, pas deux musiciens d’accord si ce n’est dans l’idée de s’en aller dans la musique comme matière à inventer, cheveux au vent.

II, ce ne sont pas 7 titres mais autant d’histoires collectives nées parfois de l’impro puis triturées et transformées pendant des mois. Des voyages surprenants dont on ne revient pas vraiment.

Des ambiances, des lieux, des personnages, des couleurs et des odeurs. On se croirait dans une BO, mais reste à savoir laquelle, du frisson d’un Hitchcock à une balade onirique d’un Miyazaki. On tente de le demander à Guillaume Pique (trombone) et Paco Serrano (sax et chant), au risque de les entendre s’engueuler.

Racontez-nous comment a mûri cet album

Guillaume PIque : Alfie c’est très long, il y a des morceaux écrits sur un an avant d’être joués. On créé un peu tout le temps, ce qui nous vient en tête. En ce moment on fonctionne avec des impros libres pour commencer les répétitions, et parfois il y a des choses qui en ressortent.

PAco Serrano : Oui, des morceaux viennent des impros collectives, à partir de l’idée de quelqu’un, au lieu d’amener quelque chose d’écrit. Et partir de là se travaille un morceau. La vie d’un morceau chez nous, c’est mouvementé, cela va changer en permanence. Si on le joue sur scène c’est qu’il est défini. Alfie ce n’est pas de l’impro libre, il y en a 10 %.

L’album vous ressemble ?

PS: Oui. Le second album est né parce qu’on trouvait que le premier ne nous reflétait plus. Il est fidèle au moment musical. On était déjà dans un autre monde, on a décidé de le mettre dans un CD.

GP : L’album est plus rock, moins jazz, avec moins de solos. Dans le premier on sent l’influence jazz avec des thèmes, il est un peu plus compliqué musicalement. Le second, c’est de la matière plus naturelle et nous allons de plus en plus vers de la texture sonore.

PS : Il a été enregistré au studio Condorcet, on voulait une couleur qui nous ressemble et Olivier Cussac a cette expérience là, de faire ressortir le son particulier de groupes.

Un morceau se crée à partir d’une histoire ?

PS : En fait nous sommes d’accord sur une image, et à partir de là on joue. Pour faire un arpège d’une certaine façon, je pense à un film et ça change toute la façon de jouer. Ce n’est pas intellectuel, on essaie de faire une musique qui va droit au but, animale.

Vous vous sentez compris dans ce que vous faites?

GP : En Angleterre on a eu le sentiment d’être beaucoup plus compris du public. La musique est ressentie de manière simple.

PS : Oui, et aussi des professionnels qui ne cherchent pas le petit truc qui ne va pas et donnent le sentiment d’avoir tout vu.

Vers quoi avez-vous avez envie d’allez ?

PS : Personne ne répondra la même chose, entre nous personne n’est jamais d’accord !

Et c’est vraiment la force du groupe, cela nous fait nous prendre la tête mais aussi avancer.

GP : Oui enfin ça dépend…

CULTURE TOULOUSE

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BENZINE MAG/ janvier 2013

ALFIE RYNER – II

L’Ovni du mois. Telle la chimère de la pochette (mi chèvre mi poisson), Alfie Ryner ressemble à une créature hybride nageant en eaux troubles. Le chant sur l’inaugural La Kunda pourrait nous faire passer à côté d’un bon disque, le phrasé et la voix avec accent pouvant évoquer Zebda. Mais Alfie Ryner est à la fois plus jazz et plus rock que cela, entre brass band et giclée séminale. Les Français, tirés à quatre épingles comme les braqueurs de Reservoir Dogs, aiment surtout prendre leur auditeur à rebrousse poil et enchainent donc un tango bruitiste (Tango Toxico) avec une lente déambulation toute en respiration entre jazz et post-rock que n’aurait pas renié Tortoise (5+5=9). Avec Hum et redhum, il est temps de sentir la sueur et la moiteur de la nuit : la guitare sombre dans la folie d’un solo hypnotique et la rythmique free vous emmène aussitôt dans le sous-sol d’un club enfumé. On pourrait citer Soul Coughing, Morphine et tout ceux qui ont jeté une passerelle entre jazz et rock mais on a encore plus l’impression de se retrouver dans un film noir dans un New York années 60 ou dans un livre de Chester Himes.

(3.5) Denis Zorgniotti

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Extraits de presse :

« … En chemise blanche et cravate, ils viennent nous conter une histoire, celle d’Alfie Ryner. Une épopée illustrée par une musique tantôt nerveuse, sur le fil du rasoir, tantôt très aérienne, parsemée de passages narratifs. Digne d’une BO de film, on passe du jazz au rock, du swing à l’électro. La batterie et la contrebasse déploient la trame dramatique, tandis que la guitare à grands coups d’effets électroniques introduit une tension, nous suspend en l’air, ou accélère la fuite en avant du héros. Le saxophone et le trombone, eux, s’époumonent pour sonner l’alarme, tirer des coups de feu (purement musicaux bien sûr !), ou pour apaiser l’air electrisé avec de chaleureuses et longues notes… »

Christian-Cyril Cordat. Jazz-Rhone-Alpes. Juillet 2012

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« Alfie Ryner a conquis le public de Jazz’velanet avec son jazz aérien et intemporel, aux ambiances passant d’une paix harmonieuse et intime au chaos déstructuré et explosif. Les cinq jeunes musiciens toulousains ont l’allure des Blues Brothers dans leur costume noir et blanc, la technique de guitare de Gérald Gimenez, sinueuse et tortueuse, rappelle le jeu de N’Guyen Lê, posée sur la régularité de la batterie de Loris Pertoldi et la basse de Guillaume Gendre. Des accents de musique orientale jaillissent des riffs teintés de rock de la section cuivres de Paco Serrano aux saxophones et de Guillaume Pique au trombone. Des textes chantés (ou scandés) par Paco Serrano apportent un climat sombre, surréaliste et intrigant… »

Dépêche du Midi. Novembre 2011

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« (…) Le ton est donné : jazz, indéniablement, mais pas mal trash, énergique, marqué par un mépris punkoïde des convenances, le goût du “gros son” comme celui des arpèges soignés, et quelque chose de goguenard dans l’attitude comme dans la musique. (…) La musique, et l’ambiance survoltée qu’elle génère à tout coup par la grâce de son free swing latino-hardeux tendance fusion trashorientale.»

Jacques-Olivier Badia. Le Clou dans la Planche. Avril 2009

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« (…) Leur truc à eux, c’est le jazz, voire le free jazz avec un peu des musiques du monde. De longs chorus de saxophones et de trombones sur des rythmiques de toutes sortes : les fans de Soft Machine ou de Magma seront à leur aise avec Alfie Ryner (…), il me faut reconnaître au groupe une grande facilité musicale et une maîtrise impressionnante. »

Philippe Gnana. Harmonie Magazine. 2010

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« La démarche est originale et la musique concoctée peut agréablement surprendre par son aspect « foutoir zornien » post punk et quelques séquences expérimentales de type laswellien. »

Culture Jazz

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Band of the day: Alfie Ryner
June seems like a long time ago although outdoor stages clearly are not just for the summer months, as anyone passing through Trafalgar Square today will see with a big stage set up since the weekend for Diwali.

Over in east London back in those halcyon optimistic pre-Olympic days young prog jazz outfit World Service Project hosted the Match & Fuse festival in Gillett Square that saw a bunch of mostly unknown, but like-minded, bands from all over Europe, play the Vortex and the adjacent outdoor stage in the square.

WSP has since then toured with Alfie Ryner, one of the bands taking part playing Toulouse and Bordeaux this month and other places in south western France. Alfie Ryner has a new album out in December on the Great Winds label, and not ones to waste words, it’s simply called II or should that be deux? The audio link above is to their earlier album released two years ago, and it’s an ideal opportunity to accustomise yourself to their unique “sound painting” approach before the new album hits around advent time. At Match & Fuse inside the Vortex the quintet merging scalding spoken word, post-bop and all points in between, cut a remarkable dash that might have well appealed to fans of the Waitsian sage himself, Andrew Plummer, for instance. Dressed like undertakers on that occasion (what do they wear on the beach?) despite their sombre attire Alfie Ryner (Alfie was not in the building) managed to convey a certain lively menace by way of spoken-word poetry and saxophone attack, and the energy was ramped up considerably when members of Irish nu-prog pacesetters Redivider joined the fray.

The new album has seven tracks but the cat-like bird on the back of the new CD seems to have spooked any maths jazz intent on the fourth track, intriguingly titled ‘5+5=9’. But the numbers add up for a hipster’s Halloween, whatever the season.
Stephen Graham

Listen to by Alfie Ryner.

Posted on Tuesday, October 30 2012. MARLBANK

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THE JAZZ MAN

Engagingly eccentric punk jazz from this young French quintet, part of the increasingly influential Match & Fuse movement.

Alfie Ryner

“II”

(Musea Records GW3155)

Alfie Ryner is not an individual but a five piece group based in Toulouse, France. The young quintet are part of the Europe wide Match & Fuse musical community, a project kick-started by the British band WorldService Project.
Match & Fuse sees groups of similarly minded young musicians visiting each other’s countries on a kind of “cultural exchange” and touring in a series of exciting double bills, the climax of the evening being a mash up between the two bands. Alfie Ryner have already visited the UK and toured with WSP under the auspices of the Match & Fuse scheme, including an appearance at the Match & Fuse Festival centred around The Vortex in London in June. Further festivals are planned in Oslo and Rome.

Alfie Ryner was formed in 2006 by five students at the Music Halle in Toulouse, all have since graduated. Loris Pertoldi (drums), Paco Serrano (saxophone/voice), Guillaume Pique (trombone), Gerad Gimenez (guitar) and Guillaume Gendre (bass) began by experimenting and building a repertoire before making their first public appearances in 2008. Their first album “Memorial 1” appeared in 2010 and from what I can ascertain told the story of the mysterious, roguish, trumpet playing fictional character of Alfie Ryner.

Alfie Ryner the group’s sound fits neatly into the Match & Fuse aesthetic as jazz meets rock, tango and other influences in an intense ferment of musical ideas. There’s the youthful fire and enthusiasm that unites all the Match & Fuse bands but Alfie Ryner also bring a touch of Gallic eccentricity and theatricality that old timers like me can trace back to the psychedelic whimsicalities of Gong and others. Three of the pieces feature the vocalising (in French) of Serrano, which of course means nothing to me and on first listening I’ll admit to finding them to be something of a distraction. However my thanks to Dave Morecroft of WSP for emailing me a synopsis of the three songs which does at least help to put them into some sort of context. To a degree they can be seen as an extension to the story of the fictional Alfie from the band’s first CD.

Lance Liddle’s excellent Bebop Spoken Here website offers a fascinating insight into the spirit and character of the band with a review of their performance (with WSP) at the Star & Shadow Cinema in Newcastle on 14th June 2012. Go to http://www.lance-bebopspokenhere.blogspot.co.uk/…project-alfie-ryner-star.html
The site also offers a review of the limited edition EP released at around the same time and featuring the music of both bands.

The second Alfie Ryner begins with “La Kunda” which is ushered in by rumbling bass, whiplash drums and the snarl of guitar and sax. There’s an almost punkish urgency about it despite the often tricky time signatures. Serrano’s semi spoken vocal (it doesn’t exactly qualify as singing) is a monologue voiced by “someone who is having a very bad day”. He sees how miserable both his life and those of others are and declares himself “tired of just breathing”. You don’t need a literal translation to appreciate the increasing air of desperation in Serrano’s alternately whispered and growled monologue and the spiky music fits his theatrical performance like a glove.

“Suleyman Aga” is a punchy, hard hitting instrumental based around a sinister rhythmic pulse. Much of the group’s music has an air of menace and unease about it, a characteristic that fans of groups such as King Crimson and Van Der Graaf Generator might appreciate. Serrano and Gimenez make powerful contributions here as if to emphasise the point. That said the gently whimsical coda featuring a duo of saxophone and trombone comes as something of a surprise.

“Tango Toxico” begins with another evocatively theatrical Serrano monologue that tells the tale of a man who owes money to the mafia and a woman who ends up in prison following a dodgy drug deal. The tune itself is a sulphurous, twisted tango which goes on to opine that life is a bitch and that the bad guys always win. It’s the same the whole world over. I see the band name Tom Waits as a friend on their myspace page and there’s something of his influence here. Frequent Waits collaborator Marc Ribot is also mentioned and his presence can be detected in Gimenez’s guitar sound.

“5 + 5 = 9” is closer to ambient territory as it shimmers on the horizon in a vaguely unsettling manner. There’s a brooding cinematic feel to the music, all long instrumental lines and eerily bowed bass, like something from a David Lynch soundtrack. Subsequently drum and saxophone break away from the body of the tune to produce something more immediately visceral.

Gendre’s resonant solo bass virtuosity introduces “40mg”, another vocal item that tells the tale of a man who leaves his country for the so called “promised land” and finds nothing but misery. His only comfort is the 40mg of methadone pills that he manages to find. Serrano’s vocal is again essentially a monologue but he becomes increasingly animated as guitar and drums set up a bruising riff for him to emote above.

The instrumental “Hum” features clangorous guitars and rasping horns above powerful bass and drum rhythms. With Alfie Ryner the highly distinctive ensemble sound of the group is paramount and conventional jazz solos are rare. However Gimenez deserves credit for his scorching guitar solo here, a dramatic statement that draws heavily on his early grounding in rock music. Elsewhere there’s some killer collective riffing over a rumbling bass groove. Exciting stuff and doubtless a major feature of the group’s live shows.

The closing “RedRum” opens with an impressionistic free jazz episode that eventually gives way to a walloping drum groove and further bludgeoning riffing as the juggernaut gathers momentum. It almost lurches to a halt then builds again through Serrano’s heavily treated sax blasting. It’s visceral scabrous jazz with a strong rock undertow.

Alfie Ryner’s take no prisoners attitude allied to Serrano’s unique and often bizarre vocal contributions combine to make them one of the most distinctive of the Match & Fuse bands. As the Bebop Spoken Here website suggests it would seem that they’re also a pretty phenomenal live act and I’d certainly welcome the chance of seeing them should the opportunity arise.

The album offers many aspects to enjoy and is likely to appeal to adventurous rock listeners as much as jazz fans. I’m still not quite sure about those vocals though…

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Jazz en fusion à Dalston

Ce week-end là se tenait un festival gratuit, Match&fuse, au coeur du sympathique quartier de Dalston.

La vie s’écoule doucement devant le Vortex, à Dalston. Nous sommes vendredi soir, la semaine est terminée, l’heure est à la détente. Les gens flânent sur Gillett Square, sirotent une mousse sous un soleil intermittent, jouent au ping-pong. Nous pénétrons la petite salle de concert à l’étage et y découvrons une audience pour le moins bigarrée, où les cheveux grisonnants se mêlent aux coupes afro dans les premiers rangs assis. Débarquent les cinq Frenchies d’Alfie Ryner, groupe toulousain. Le concert s’ouvre sur une ligne de contrebasse profonde, suivie d’une déclamation du chanteur en français, à la voix éraillée et revendicatrice d’un Mano Solo avec un fort accent du Sud tendance Espagne, ce qui n’a pas l’air de déstabiliser les spectateurs. Pas plus que les diverses directions prises par le combo : jazz qui n’hésite pas à s’aventurer vers le tango ou le rock alternatif avec des guitares saturées Rage Against The Machinesques, des cuivres qui s’ornent parfois de sonorités d’Europe de l’Est. On a un peu de mal à suivre, mais on se laisse emmener avec plaisirs par ces punks du jazz. Là-bas devant, les chevelures grisonnantes et afro opinent du chef en choeur. Derrière, debout, on se tient chaud ; la salle est pleine, on ne peut même plus laisser monter les gens qui devront patienter que des spectateurs sortent. Toute la soirée sera de ce tonneau-là : les Italiens de Neo, avec un guitariste aux mimiques incroyables, les Anglais expérimentateurs de Leb Deb ou encore le rock sombre des Polonais Owls Are Not What They Seem ouvrent, chacun dasn leur style, de nouvelles voies. Un très bon moment dans une atmosphère bon enfant où la curiosité et la passion de toutes les musiques étaient de mise. Le lendemain, Gillett Square devait accueillir à l’air libre de nombreux autres groupes européens pour explorer de nouvelles facettes du jazz.

Amandine Jean

http://www.ici-londres.com/18062012Jazz-en-fusion-agrave-Dalston.media?a=406